30
Mrz 12

Do it yourself

Wie viel Spass einem Musik doch machen kann. Playground.is funktionniert ganz einfach. Man nehme eine Band und ein Publikum und gebe ihnen eine Aufgabe: Kreiert gemeinsam in der kommenden Stunde einen Song und nehmt ihn anschliessend auf. Die beiden kanadischen Folk-Pop-Musiker von The Human Statues haben die Herausforderung angenommmen: das Publikum bekam (nebst Gratis Bier..) ganz simple Gegenstände wie Mülleimer, Kochlöffel und alte Dosen in die Hand gedrückt und wurde dazu ermuntert, frei von der Leber weg mitzusingen. “It’s so simple” heisst dann auch der Song und wenn man sich das Video so anschaut, fällt es einem richtig schwer nicht auch mitzusingen. Bleibt eigentlich nur die Frage, wann Playground.is auch zu uns nach Europa kommt?


30
Mrz 12

Ballett in Slow Motion

Es ist doch nichts ästhetischer anzuschauen, als zwei perfekt trainierte und miteinander harmonierende Körper von Tänzern: Simon Iannelli & Johannes Berger haben hier ganze Arbeit geleistet und die beiden Profis Marina Kanno und Giacomo Bevilaqua vom Staatsballett Berlin in Slow Motion mit 1000 Bildern pro Sekunde abgelichtet. Darüber noch Musik von Radiohead gelegt (Everything In Its Right Place in einem Gigamesh DiscoTech Remix) – fertig ist das kleine virale Marketing Kunstwerk.

(gesehen bei Devour)


29
Mrz 12

Home is…

(gesehen bei Kraftfuttermischwerk)


28
Mrz 12

Bernstein und Gould

Ach, ich würde mir wünschen, dass es auch heutzutage noch genügend Dirigenten gäbe, die so offen und intelligent und humorvoll mit ihrer Materie umgehen, wie der gute alte Lenny Bernstein. Hier ein kleines Zeitdokument, welches auf wunderbare Weise zeigt, was für eine kluge Persönlichkeit er doch war: wie er in einer kurzen Ansprache vor einem Konzert der New York Philharmoniker dem Publikum seine Sicht und Zusammenarbeit mit dem ebenso genialen wie eigenwilligen Glenn Gould als Solisten des Abends näher bringt, ist einmalig.


27
Mrz 12

Look into my eye

Hübsches Experiment von BabaBC mit einer 550D; Song von Quantic – Time Is The Enemy


24
Mrz 12

Notenschlüssel

Eric Lehmann, 2012


15
Mrz 12

Der Kontrabass

“(Er steht auf, stolpert im Weggehen über den Kontrabaß und brüllt.) … Ja Kruzifix paß doch auf! Immer im Weg um, der Depp! – Können Sie mir sagen, wieso ein Mann von Mitte Dreißig, nämlich ich, mit einem Instrument zusammenlebt, das ihn permanent nur behindert?! Menschlich, gesellschaftlich, verkehrstechnisch, sexuell und musikalisch NUR behindert?! Ihm ein Kainsmal aufdrückt?! Können Sie mir das erklären? – Entschuldigen Sie, daß ich schrei. Aber ich kann schreien hier, soviel ich will. Es hört keiner, wegen der Akustikplatten. Kein Mensch hört mich… Aber ich erschlag ihn noch, eines Tages erschlage ich ihn… (Er geht davon, um sich ein neues Bier zu holen.)”

Zitat aus “Der Kontrabass” von Patrick Süskind, Diogenes, Zürich 1981


09
Mrz 12

Innenleben von Instrumenten

Diese fantastischen Fotos aus dem Innenleben von Instrumenten machen einem fast Lust, sich selbst in den Klangkörpern wohnlich einzurichten. Fotografiert wurde das Ganze von Björn Ewers für eine Poster-Kampagne zur Kammermusik der Berliner Philharmoniker.


07
Mrz 12

Charge at your dreams

…and never look back.” – das sind die inspirierenden Worte von Mary Anne Hobbs, lange Jahre erfolgreiche Moderatorin bei BBC 1 Radio und aktuell Xfm, DJ und eine der passioniertesten Musikjournalistinnen, die ich je erlebt habe. Anlässlich einer TEDx Veranstaltung in Manchester erzählte Hobbs vor ein paar Tagen von ihrer ganz grossen Leidenschaft für die Musik, wie sie als junges Mädchen ihren Weg aus dem verschlafenen Lancashire in die Musikmetropole London fand und wie ihre grossen Helden, John Peel und Steve Jobs sie auf ihrer persönlichen Reise inspirierten.


06
Mrz 12

Me and my guitar

Joaquin Phoenix alias Johnny Cash im grossartigen Film “Walk the Line” (2005)
Mark Seliger/Corbis Outline


05
Mrz 12

Der Geigenbauer

“The Violin Maker” – eine wunderbare Kurz-Dokumentation über die grosse Kunst des Geigenbauens. Filmemacher und Fotograf Dustin Cohen heftet sich in diesem einfühlsamen Porträt an die Fersen von Sam Zygmuntowicz, einer der “Stars” seiner Zunft, welcher unter anderem Geigen für den grossen Isaac Stern oder das Emerson String Quartet anfertigte und welcher regelmässig Höchstpreise an den Auktionen für seine schönen Instrumente erzielt.


03
Mrz 12

Cheyenne Marie Mize oder die Kunst aus wenig mehr zu machen

Eine schöne Entdeckung aus der amerikanischen Folk-Singer-Songwriter Szene: Cheyenne Marie Mize, geboren in Louisville / Kentucky. Ihr erstes Album “Before Lately” erschien 2010 mit einem musikalischen Charakter, welcher die New York Times als “tough, dreamy cloudy-sky country and chamber pop” beschrieb. Sicher ist: die Frau hat eine eigene, ausdrucksvolle Stimme, welche sie in der sehr reduzierten Instrumentation ihrer Songs wunderbar zur Geltung bringt. Gerade mit ihrer aktuellen Single “Wishing Well” bringt sie ihre Fähigkeit aus wenig mehr zu machen voll ein: ganz ohne Gitarre, Bass oder Schlagzeug wird ihr Gesang ausschliesslich durch von Händen, Kuhglocken, Füssen oder Cymbal erzeugten Rhythmusklängen begleitet und auch das Video besticht durch seine wirkungsvolle Schlichtheit.


01
Mrz 12

Attenti al Lucio!

Alleine für diesen Song werden ihn generationenübergreifend alle Menschen mit Liebe zur Italiantià vermissen: der grosse Liedermacher Lucio Dalla erlag kurz vor seinem 69. Geburstag und inmitten einer laufenden Schweizer-Tournee am Donnerstag Morgen einem Herzinfarkt.

Lucio Dalla, Attenti al lupo (1990)


27
Feb 12

And the Winner is…

Ludovic Bource für den Soundtrack von The Artist

Im April 2011 nahm Ludovic Bource mit Brussels Philharmonic während sechs Tagen 80 Minuten Musik für “The Artist” auf – Momente, an die er sich gerne zurück erinnert: “80 musicians, including about 50 strings, four French horns, four trombones, five percussionists running back and forth, a harpist, ten technicians, five conductors and three arrangers. It was magnificent!”


26
Feb 12

Tonight is the Night

Nominiert als beste Filmmusik für den Academy Award 2012 sind:

Die Abenteuer von Tim und Struppi – Das Geheimnis der Einhorn – John Williams
The Artist – Ludovic Bource
Hugo Cabret – Howard Shore
Dame, König, As, Spion – Alberto Iglesias
Gefährten – John Williams

Und nominiert als bester Filmsong sind:

Die Muppets – Bret McKenzie (Man or Muppet)
Rio – Sergio Mendes, Carlinhos Brown, Siedah Garrett (Real in Rio)


26
Feb 12

Der Sound-Mixer

Designer Matthew Williamson zelebrierte vergangene Woche seine Herbst/Winter 2012-Kollektion während der London Fashion Week im altehrwürdigen Auditorium des Royal Opera House in Covent Garden. Für den musikalischen Mix des Showcases war einer der Lieblinge der Szene verantwortlich, der in London lebende gebürtige Franzose Jerry Bouthier.

Gemeinsam mit Williamson suchte er intensivst nach ganz speziellen Tracks, die sich genauso schön wie auch verwirrend, zweifelend und nicht von dieser Welt anhören sollten. “Es war in diesem Fall eine Frage von “weniger ist mehr”, denn manchmal macht es einfach mehr Sinn, nur eine Handvoll von perfekten Songs zu präsentieren, anstelle von vielen nicht ganz Passenden.”

Herausgekommen ist ein spannender Mix angefangen vom psychedelischen Klang des “When Saints Go Machine” Remixes von Planningtorock über ein mit Beats angereichertes zweites Klaviertrio von Franz Schubert bis zum Finale mit ein paar Takten aus dem Trentemoller Remix von M83′s “Midnight City”.

Playlist:
Planning To Rock – ‘Living It Out’ (When Saints Go Machine remix)
Franz Schubert – Klaviertrio Nr. 2 (hier in einer Version mit den Capuçons)
Connan Mockasin – ‘Forever Dolphin Love’ (Erol Alkan remix)
Psyche – ‘Goodbye Horses’ (hier in einer Live Version)
M83 – ‘Midnight City’ (Trentemoller remix)

Mehr heisse Mixes von Jerry Bouthier zu coolen Mode-Shows gibts bei Soundcloud


26
Feb 12

Mon Violon


Mon Violin, Willy Ronis, 1936

Eigentlich wollte der vielfach preisgekrönte Franzose Willy Ronis (1910-2009) als junger Mann Komponist werden, musste aber nach seinem Militärdienst im Jahre 1932 zur Unterstützung seines krebskranken Vaters in dessen Fotostudio am Boulevard Voltaire in Paris aushelfen. Ronis begann seine fotografische Karriere mit Sozialreportagen und veröffentlichte sein erstes Bild 1936. Heute erinnert man sich insbesondere an seine Fotografien des Nach-Kriegs-Lebens in Paris und der Provence und er gehört, gemeinsam mit seinen beiden berühmten Kollegen Henri Cartier-Bresson und Robert Doisneau, zur französische Schule des fotografischen Humanismus.


24
Feb 12

Die tanzenden Stühle

Die witzige Stop Motion Videoreihe “Chairs” der gebürtigen Münchner Illustratorin Sarah Illenberger zeigt klassische Designstühle in Bewegung. Da führt der “Tulip Chair” von Eero Saarinen seinen Balztanz zu Boozoo Bajous “Night Over Manaus” auf oder wechselt Eames “Plastic Side Chair” munter die Plätze mit seinen bunten Geschwistern während der Hermann Miller Bürostuhl einen klassischen Wiener Walzer aufs Parkett legt.

Aufgewachsen ist Sarah Illenberger unter Künstlern und Kreativen, ihr Vater war Szenenwirt und ihre Mutter besass ein Juweliergeschäft. Als Einzelkind begann sie früh zu basteln und Ideen visuell umzusetzen. Sie hat in London Grafik Design studiert und entwickelt heute in ihrem Studio in Berlin visuelle Ideen und Konzepte für Redaktionen und freie Werbeproduktionen.

Wer mehr über Sarah’s Welt erfahren möchte – und dies lohnt sich auf alle Fälle – der findet ein wunderbares Portrait über sie, ihre Arbeit und ihren Lifestyle auf einer meiner Lieblingswebsites: Freunde von Freunden.


20
Feb 12

Von Cowboys und Pferden

Eleanor Stewart kreierte in ihrem letzten Jahr des Studiums an der Visual Communication School of Art in Glasgow ein tolles animiertes Video zu “Hoe-Down” aus der Rodeo Suite von Aaron Copland. Inspiriert durch Cowboy und Western-Filme erweckt sie die verschiedenen Charaktere aus der Partitur zum Leben.

“Hoe-Down” ist der fünfte und letzte Satz des amerikanischen Ballets “Rodeo” nach der Musik von Aaron Copland und der Choreographie von Agnes de Mille, welches 1942 uraufgeführt wurde. Copland gilt als einer der wichtigsten Vertreter der amerikanischen Moderne, seine Liebe gehörte dabei vor allem der Bühnenmusik. Nach expressionistisch-experimentalen Frühwerken (über sein Orgelkonzert wurde einmal gesagt: „Wer solch eine Musik schreibt, wird wohl später einen Mord begehen“) wandte er sich einem tonaleren, rhythmisch geprägten Stil zu, der unter anderem Volkslieder, Märsche und Tänze einschloss. Er war auch stets offen für zeitgenössischen Musik-Strömungen und liess Harmonien und Rhythmik des Jazz in seine Werke einfließen.


19
Feb 12

Greatness


13
Feb 12

Bäume machen Musik

Ich weiss nicht genau, welchen Algorithmus Bartholomäus Traubeck in seinem Video YEARS benutzt hat, aber das Ergebnis klingt besser als so manches, was sonst in Vinyl gepresst wird. Die Abnahme des Klangs von den Baumscheiben geschieht über einen Sensor (anstelle der üblichen Nadel), die Rillen werden durch die Jahresringe der Baumscheiben ersetzt. Schöne Idee.


13
Feb 12

Night at the Opera

Für ihre Foto-Serie “Opera” hat die lettische Fotografin Iveta Vaivode ihre Kamera ins Publikum der Litauischen Nationaloper gehalten. Bei einer Belichtungszeit von 45 Minuten fangen die Bilder auf wunderbare Art und Weise den Prozess des gebannten Zuhörens und Beobachtens ein und machen den Zuschauenden zum eigentlichen Objekt.

“While observing the audience during the performances, I become more and more convinced of the hidden mystery in this process, in art’s ability to overwhelm and evoke compassion. The more emotional the performance, the stiller a spectator sits while watching it.”


12
Feb 12

Nostalgie


10
Feb 12

Weekend

So viel Kreativität, Musikalität und Verrücktheit auf einer Bühne vereint – schlicht genial (auch wenn die Aufnahme-Qualität nicht ganz mithält): Gonzales, Feist, Jamie Lidell, Mocky spielen-singen-zelebrieren “Multiply” in einer wunderbaren Live-Version. Wer hier nicht gute Laune kriegt, ist selbst schuld!


07
Feb 12

Bühnentechnische Herausforderungen

Kommt der Realität erstaunlich nahe..

Comic von Mark Herman, erstmals publiziert 1993 im Magazin “Live Sound! And Touring Technology”


06
Feb 12

Schwarzes Gold

Esperanza is back – die amerikanische Jazz-Musikerin veröffentlichte soeben ihre erste Single des kommenden Albums “Radio Music Society“. Verpackt kommt “Black Gold” in einem schön gemachten Video daher, welches uns ein Stück der Kraft und Musikalität der schwarz-afrikanischen Geschichte und Kultur mit auf den Weg gibt. Als Duett-Partner neben Esperanza Spalding glänzt die aus Atlanta stammende R&B-Sängerin Algebra Blessett.


06
Feb 12

Mehr Punkte

All You Need Necessesitate Is Love – witzige Werbung von Scrabble


05
Feb 12

Sound of Silence

Ein Hörender verliebt sich in eine Gehörlose und entdeckt ihre Welt. Herzerweichend romantisches Video zum Simon & Garfunkel Sound of Silence-Remix des House-Duos einsauszwei. Schöööön!


04
Feb 12

Weekend


30
Jan 12

La Mer de Pianos

Dieser schöne Kurzfilm produziert von Tom Wrigglesworth & Mathieu Cuvelier folgt Marc Manceaux, dem Inhaber des ältesten Klavier-Geschäfts in Paris. Wie er ein Instrument “opfert”, um viele andere dafür wieder zum Klingen zu bringen, zeugt von seiner tiefen Liebe für die Musik und sein Handwerk.

“So lange ich Wasser, eine Kerze, ein schönes Buch und ein altes Klavier habe, fühle mich lebendig.”, sagt er.