…sagte Henri Miller, über Marilyn Monroe, welcher bereits zu Lebzeiten die ganze Männer- und Medienwelt zu Füssen liegt. Sie stirbt heute vor 50 Jahren an einer Überdosis Schlafmittel.
Auch heute noch ist Monroe Inspiration und Ausgangspunkt für die Arbeit vieler Kunstschaffender. So lässt beispielsweise der französische Künstler Philippe Parreno in seinem Film “Marilyn” (zur Zeit zu sehen in der Fondation Beyeler in Riehen/CH) den Geist von Monroe im Rahmen einer Seance wiederaufleben, die in einer Suite des New Yorker Hotels Waldorf Astoria stattfindet. Die Präsenz der Verstorbenen wird auf dreierlei Weise dargestellt: die Kamera nimmt ihre Position ein, ein Computer rekonstruiert ihre Stimme und ein Roboter imitiert ihre Handschrift. Wenn man also so dasitzt, in dem dunklen Raum und gebannt dem Blick von Marilyn im Hotelzimmer folgt, wird einem so richtig bewusst, welch zerbrechlicher, feinfühliger und von inneren Zweifeln geplagter Mensch sich hinter dem ganzen Glamour-Glitzer-Star-Gehabe versteckt haben muss.
Mehr dazu in einem äusserst interessanten Interview von Hans Ulrich Obrist mit Parreno.



