Time is Nothing – Weltreise in fünf Minuten

An kalten, regnerischen Wintertagen wie diesem, bleibt einem nicht viel anderes übrig, als in Gedanken die entlegensten Winkel der Weltkugel zu bereisen. Sehr viel Inspiration für die Weltreise im Kopf bietet das Video “Time is Nothing” des in San Francisco lebenden Fotografen Kien Lam. Eines Tages kündigte er seinen Job, packte seinen Rucksack und machte sich auf, ein Jahr lang die Welt zu erkunden. 343 Tage, 17 Länder, 6237 Fotografien später und mit der Musik seine Bruders William (Places and Faces) entstand diese beeindruckende Erinnerung.

Purer Videogenuss

Tubalr ist ein Webservice, welcher es dem Benutzer erlaubt, den Namen einer Band oder eines Musikers einzugeben und in Sekundenschnelle eine saubere und einfache Playlist von Musikvideos auf den Bildschirm zu bekommen, ohne den ganzen (meist völlig überflüssigen) Wust an Informationen und Werbung, der einem auf der YouTube-Plattform entgegenleuchtet. Der von Cody Stewart im September 2010 entwickelte Service ist nicht der erste und ganz bestimmt auch nicht der letzte seiner Art, aber er ist schön gemacht und es ist ganz einfach ein Genuss für das bild-überflutete Auge, sich seine Lieblingsvideos ungestört ansehen zu können.

Guten Morgen !

Von so viel Energie am frühen Morgen träume ich auch manchmal…

Eine junge Frau wacht in einem Traum von morgen auf. Sie fliegt schwerelos durch die Natur, in völliger Freiheit und ohne Grenzen. Bis zu dem Moment, wo sie in der Welt landet, in welcher die Schwerkraft regiert. Dort wo man verpflichtet ist, seine Füsse immer schön auf dem Boden zu halten. Dort, wo sich die Leute um einen herum alle gleichen.

“Gravity” – ein super Kurzfilm von Filip Piskorzynski, Musik “Tasty City” von Rone

Wellen voller Musik

Richard Tognetti ist ein Mann mit vielen Talenten und vor allem einer der spannendsten und kreativsten Köpfe der klassischen Musikszene, die ich kenne. Als Konzertmeister und Künstlerischer Leiter des Australian Chamber Orchestras (wer dieses Ensemble noch nie live gehört hat: ein Muss!) hat er diesen Juli gemeinsam mit Musikern und Surfern die Verbindung von Surfen und Musik, von Wüste und Ozean erkundet. Das Resultat wird eine Mulit-Media-Performance sein (“The Reef”), ein kunstvolles Werk aus Fotografien und Musik, die von Grandage über Crumb, Schostakowitsch bis Bach reicht. Nebst seinem eigenen Ensemble wird der Didgeridoo Spieler Mark Atkins die packenden Surf-Impressionen musikalisch begleiten.


“The Reef is in effect Musica Surfica 2,”
sagt Tognetti, und bezieht sich dabei auf “Musica Surfica”, sein erstes, preisgekröntes Surf- und Klassik-Projekt. “It’s a dialogue I’ve been wanting to have for a long time, or should I say continue: between the desert and the sea and between surfing and music, including the oldest musical form on the planet, our indigenous music – which I approach with great humility and caution.”

Klassik ohne Grenzen

Josephine Mpongo vom Orchestre Symphonique Kimbanguiste, dem einzigen Sinfonieorchesters Schwarzafrikas, übt auf ihrem Cello im “Gruppen-Übungsraum”. Bekannt wurde das Orchester in Europa durch den preisgekrönten Dokumentarfilm “Kinshasa Symphony“.

Andrew McConnell‘s Foto (gesehen in der Onlineausgabe des Guardian) gewann den Preis der Vereinigung der amerikanischen Presse-Fotografen für Fotojournalismus 2011.