Happiness

“When I was 5 years old, my mother always told me that happiness was the key to life. When I went to school, they asked me what I wanted to be when I grew up. I wrote down ‘happy’. They told me I didn’t understand the assignment, and I told them they didn’t understand life.”

John Lennon

Hypnotisierend schön

Oh Regina, du schaffst es immer wieder uns mit deiner hypnotisierenden Simme und deinen verblüffenden Videos zu überraschen. Die aktuelle Single “All the Row Boats” von Regina Spektors bald erscheinendem neuen Album “What We Saw From the Cheap Seats” ist dabei keine Ausnahme: eine fesselnde surrealistische Annäherung, welche die Grenzen zwischen Traum und Realität verwischt. Regie führte keine geringere als Adria Petty, welche auch für Beyonce’s Hit-Video “Countdown” verantwortlich zeichnete. Petty imitiert perfekt Regina’s Traumzustand and mischt ihre wunderschöne Stimme mit ziemlich ungewöhnlichen und teilweise gespenstischen Bildern.

Regina Spektor’s Album “What We Saw From The Cheap Seats” wird am 29. Mai veröffentlicht

Do it yourself

Wie viel Spass einem Musik doch machen kann. Playground.is funktionniert ganz einfach. Man nehme eine Band und ein Publikum und gebe ihnen eine Aufgabe: Kreiert gemeinsam in der kommenden Stunde einen Song und nehmt ihn anschliessend auf. Die beiden kanadischen Folk-Pop-Musiker von The Human Statues haben die Herausforderung angenommmen: das Publikum bekam (nebst Gratis Bier..) ganz simple Gegenstände wie Mülleimer, Kochlöffel und alte Dosen in die Hand gedrückt und wurde dazu ermuntert, frei von der Leber weg mitzusingen. “It’s so simple” heisst dann auch der Song und wenn man sich das Video so anschaut, fällt es einem richtig schwer nicht auch mitzusingen. Bleibt eigentlich nur die Frage, wann Playground.is auch zu uns nach Europa kommt?

Charge at your dreams

…and never look back.” – das sind die inspirierenden Worte von Mary Anne Hobbs, lange Jahre erfolgreiche Moderatorin bei BBC 1 Radio und aktuell Xfm, DJ und eine der passioniertesten Musikjournalistinnen, die ich je erlebt habe. Anlässlich einer TEDx Veranstaltung in Manchester erzählte Hobbs vor ein paar Tagen von ihrer ganz grossen Leidenschaft für die Musik, wie sie als junges Mädchen ihren Weg aus dem verschlafenen Lancashire in die Musikmetropole London fand und wie ihre grossen Helden, John Peel und Steve Jobs sie auf ihrer persönlichen Reise inspirierten.

Der Sound-Mixer

Designer Matthew Williamson zelebrierte vergangene Woche seine Herbst/Winter 2012-Kollektion während der London Fashion Week im altehrwürdigen Auditorium des Royal Opera House in Covent Garden. Für den musikalischen Mix des Showcases war einer der Lieblinge der Szene verantwortlich, der in London lebende gebürtige Franzose Jerry Bouthier.

Gemeinsam mit Williamson suchte er intensivst nach ganz speziellen Tracks, die sich genauso schön wie auch verwirrend, zweifelend und nicht von dieser Welt anhören sollten. “Es war in diesem Fall eine Frage von “weniger ist mehr”, denn manchmal macht es einfach mehr Sinn, nur eine Handvoll von perfekten Songs zu präsentieren, anstelle von vielen nicht ganz Passenden.”

Herausgekommen ist ein spannender Mix angefangen vom psychedelischen Klang des “When Saints Go Machine” Remixes von Planningtorock über ein mit Beats angereichertes zweites Klaviertrio von Franz Schubert bis zum Finale mit ein paar Takten aus dem Trentemoller Remix von M83’s “Midnight City”.

Playlist:
Planning To Rock – ‘Living It Out’ (When Saints Go Machine remix)
Franz Schubert – Klaviertrio Nr. 2 (hier in einer Version mit den Capuçons)
Connan Mockasin – ‘Forever Dolphin Love’ (Erol Alkan remix)
Psyche – ‘Goodbye Horses’ (hier in einer Live Version)
M83 – ‘Midnight City’ (Trentemoller remix)

Mehr heisse Mixes von Jerry Bouthier zu coolen Mode-Shows gibts bei Soundcloud

Mixtape für den Barkeeper

Die DKNG Studios haben ein hübsches Poster für die erste Episode “Mixology” der zweiten Staffel der amerikanischen Sitcom Portlandia kreiert.

In “Mixology” Fred helps Carrie chase a romantic mixologist (Andy Samberg) who forgets his roots when he moves from Portland to LA. As a thank you for mixing her the best cocktail of her life, Carrie decides to create the mixologist a mix tape. Our intention with this poster design was to capture the essence of Portlandia while telling a little bit about the episode itself.

Die Entstehungsgeschichte des Posters ist in einem Timelapse-Video mitzuverfolgen.

Wie schön die Zeiten doch waren, als wir uns noch regelmässig eine liebevoll gestaltete Kassettenhülle mit wunderbaren Songs aufnahmen und dem Liebsten zusteckten. Musik, die tausendmal besser auszudrücken vermochte, was wir in dieser poetischen Form nie hätten mit Worten sagen können. Die Website Cassette From My Ex bedient eine Mischung von Nostalgie und Neugier: Geschichten von Menschen, welche sich an ihr Mixtape für eine verflossene grosse Liebe erinnern, natürlich mit entsprechender Playlist zum selbst anhören. Eine wunderbare Sammlung von Herzschmerz und Musik, perfekt für lange dunkle Winternächte.

Guten Morgen !

Von so viel Energie am frühen Morgen träume ich auch manchmal…

Eine junge Frau wacht in einem Traum von morgen auf. Sie fliegt schwerelos durch die Natur, in völliger Freiheit und ohne Grenzen. Bis zu dem Moment, wo sie in der Welt landet, in welcher die Schwerkraft regiert. Dort wo man verpflichtet ist, seine Füsse immer schön auf dem Boden zu halten. Dort, wo sich die Leute um einen herum alle gleichen.

“Gravity” – ein super Kurzfilm von Filip Piskorzynski, Musik “Tasty City” von Rone

Zehn Hände und eine Gitarre

Der Song “Somebody That I Used to Know” des belgisch-australischen Singer-Songwriters Gotye geisterte bereits vor einiger Zeit durch das Netz und stürmte die Hitparaden. Da war es nur eine Frage der Zeit, dass auch eine andere Band sich an dem Ohrwurm versuchen würde und siehe da, nun ist eine Coverversion der kanadischen Sängerin Sarah Blackwood gemeinsam mit den vier Mitgliedern der Band Walk Off the Earth erschienen und das dazugehörige Video ist defintiv sehenswerter als das Original, spielen die fünf doch gemeinsam an nur einer Gitarre.

John Lennon und das Walross

1969 stürmt der mutige 14-jährige Beatles-Fan Jerry Levitan ausgerüstet mit einem Tonband-Aufnahmegerät in John Lennon’s Hotelzimmer in Toronto und überzeugt den Star ein Interview mit ihm zu machen. Er redet mit ihm über den Frieden, Musik, die USA, das Leben im Allgemeinen und die Bee Gees. 38 Jahre später teilt Levitan nun Lennon’s grenzenloser Geist und zeitlose Botschaften mit der Welt. Und wie er es tut, ist brilliant: gemeinsam mit dem Regisseur Josh Raskin und dem äusserst talentierten Zeichner James Braithwaite entsteht der animierte Kurzfilm I Met the Walrus, welcher 2009 als erster Film dank Hilfe des Internets einen Emmy Award abräumte. Ein kulturelles Vermächtnis nicht nur für Beatles-Liebhaber.

Levitan’s und Lennon’s ungewöhnliche Begegnung ist inzwischen auch als Buch erhältlich: I Met the Walrus: How One Day with John Lennon Changed My Life Forever — mit Jerry’s ganz persönlichen Erinnerungen an diesen Tag, Notizen von John und Yoko, den geheimen Zugangscode zu Lennon, Zeichnungen sowie dem Film und dem orignalen Audio-Interview.

I Need Nothing – ausser ein cooles Musik Video

In diesem Fall ist es ganz bestimmt nicht der Song, welcher das Video ausmacht, sondern vielmehr die witzige Idee und künstlerisch liebevolle Umsetzung.

I Need Nothing – a nearly useless Odyssey. Das Konzept stammt vom Portugiesischen Musik Label Cãoceito, produziert wurde das Ganze von Moopie Videos und feierte Premiere am EXD’11 Design Festival in Lissabon. (Ach ja, und der Song sei der Gerechtigkeit halber auch genannt: “Doughnut” von den Parenthetical Girls)

Album Covers in neuem Licht

Eine witzige Print-Kampagne kreierte der Fotograph Matthieu Raffard für den französischen Radio-Sender Oui FM: er gibt berühmten Pop-Album-Covers einen neuen Hintergrund, indem er sie an verschiedensten Orten in Frankreich ablichtete (einen ähnlichen Effekt gibts übrigens auch auf dem originellen Blog Dear Photograph zu erleben, wo Menschen ihre alten Printfotos nochmals vor dem gleichen Hintergrund fotografieren).

Klänge der Laufstege

“If the clothes are the meat of the show, music is the soul that brings it alive”, sagt Fashion Designer Prabal Gurung. Während den gerade laufenden Modewochen in New York, London und Paris spielt der Musik-Mix, welcher zu den Shows der einzelnen Designer gespielt wird, eine entscheidende Rolle: da wird inszeniert, Geschichten werden erzählt und es geht vor allem um Eines: so viele Emotionen wie möglich zu wecken. Kein Wunder, dass viele Designer die absoluten Top DJs der Szene aktivieren, um durch die Klänge und Rhythmik der Musik ihre Vision der aktuellen Kollektion ans Publikum zu vermitteln.

Und welche Musik von HipHop bis Klassik ertönte dieses Jahr in New York aus den Boxen der diversen Laufstege?

Video Games von Lana Del Rey
Thursday von Asobi Seksu
Limit To Your Love (Freemun Dubstep Remix) von James Blake
(DJ Kris Bones für Prabal Gurung)

Hong Kong Garden von Siouxsie and The Banshees
How Deep Is Your Love von The Rapture
All or nothing von Au Revoir Simone
(DJ Mia Moretti für Alice + Olivia)

Wave of Mutilation vom Vitamin String Quartet
Computer Love vom Balanescu Quartet
(DJ Geordon Nicol von The Missshapes für Zac Posen) Continue reading

Musik zum Sehen

“Ich bin auf die Idee gekommen Musikvideos in Gebärdensprache zu übersetzen, da meine Eltern und fast meine ganze Familie gehörlos sind. Bei ‘Endboss’ von Marteria habe ich sofort gefühlt, dass es das perfekte Lied dafür ist und wollte es unbedingt in der Deutschen Gebärdesprache sehen. Ich hoffe insgeheim, dass dadurch Hörende nicht mehr so viel Distanz gegen diese Behinderung empfinden und diese beiden Kulturen enger zusammen kommen.”

Hoffnung und Glaube

In nostalgischem Ambiente unter der Sonne Kubas präsentiert uns Imany ihre erste Single “You will never know”. Realisiert wurde der Clip von Andrew Dosunmu, welcher mit seinem Film “Restless City” in der offiziellen Auswahl des Sundance Festival 2011 figuriert.

Dass sie wunderschön ist, bestreitet wohl niemand – schliesslich arbeitete Imany sieben Jahre in New York als Model, bevor sie 2008 nach Paris zurückkam, um sich voll und ganz ihrer wahren Leidenschaft, der Musik, zu verschreiben. Ihre charismatische Aura verdankt die Sängerin aber nicht in erster Linie ihrem Aussehen, sondern ihrer tiefgründigen, tragenden, melancholisch angehauchten Stimme, die irgendwo zwischen Tracy Chapman und Marianne Faithful liegt.

Imany bedeutet in Swahili Hoffnung und Glaube. Tatsächlich ist Imany in Frankreich zur Zeit eine der ganz grossen Hoffnungsträgerinnen einer Nouvelle Vague der Soul-Musik. “Shape of a broken heart” heisst ihr Debutalbum und erreichte nach dem Erscheinen Anfang Mai innerhalb von fünf Tagen die Spitze der iTunes Charts.

Dass sie keine klassische Musikausbildung vorweisen kann, hat Imany keineswegs davon abgehalten, ihre Lieder selbst zu schreiben, aus ihren persönlichen Erfahrungen eine melodische Poesie zu kreieren. So verarbeitet sie in ihrem Song “I lost my keys” eine Situation, wo sie in ihrer Modelzeit in Mailand dem Tode sehr nahe stand, verloren, isoliert, keiner den sie hätte anrufen können, kein Ort wo sie hätte hingehen können. Heute ist dieses Lied für sie selbst wie auch für ihre Fans eine Metapher für die Momente im Leben, in denen wir uns verloren und hilflos fühlen.

Sophies Welt

 

Sophie Hunger ist ein Phänomen.

Fast überall wo sie auftritt, verzaubert die junge Sängerin das Publikum, zieht es förmlich in ihren Bann. Seit ihrem Debut vor vier Jahren, wo sie ihre im Keller selbst aufgenommene CD “Sketches on Sea” im Eigenvertrieb und ohne pushende Plattenfirma im Rücken unter die Leute brachte, geht es pausenlos vorwärts. Erstes Studioalbum (Monday’s Ghost; Universal). Konzerte in der Schweiz, bald in ganz Europa. Filmmusik zu “Der Freund” (von Micha Lewinsky) . Zweites Studioalbum (1983; Two Gentelmen). Vorwärts bedeutet bei Sophie Hunger zweifellos nach oben.

Dabei fragt man sich, wie ihr dies so mühelos und selbstverständlich gelingt, wo sich andere Nachwuchsmusiker jahrelang abrackern? Vielleicht gerade weil sie so unbekümmert, Continue reading

Dixie Chicks on speed

Es gibt Musik, bei der man von der ersten Sekunde an nur noch eins im Kopf hat: live hören, live hören, live hören… Die vier unglaublich talentierten, multi-instrumental-fähigen Norwegerinnen von Katzenjammer sind in ihrem Land bereits Stars und auf dem besten Weg mit ihrem energievollen, melodiösen Sound auch den Rest der Welt zu erobern. Mit ihren kraftvollen Stimmen präsentieren sie in ihrem Repertoire eine bunte Mischung, die „nach Montmartre in Continue reading

Gefunden

Bandleader Ari Picker kam bis zum Beginn seines Studiums für Film-Komposition in Berkley nie mit klassischer Musik in Berührung. Was sich dann allerdings sehr schnell änderte… “Es war fast schon eine religiöse Erfahrung alles über die grossen Komponisten zu erfahren. Für mich wurden das magische Personen.” Das Studium hat Picker zwar nicht beendet, die Liebe aber zur klassischen Musik ist geblieben. Mit seiner Band Lost in the Trees verbindet er Indie-Folk mit Kammermusik, arrangiert wunderschön harmonisch frische Continue reading