Happiness

“When I was 5 years old, my mother always told me that happiness was the key to life. When I went to school, they asked me what I wanted to be when I grew up. I wrote down ‘happy’. They told me I didn’t understand the assignment, and I told them they didn’t understand life.”

John Lennon

Musik & Kunst im Loft

Eine wunderbare Verschmelzung von Musik und Kunst liefert uns wieder einmal das Internet-Radio Dublab mit seiner VisionVersion Serie ins heimische Wohnzimmer: die perfekte Plattform für den freakigen Psychedelic-Folksingers Devendra Banhart, der in einem Loft in Los Angeles zwischen Werken von Matthew Sullivan, Kwhango Lee und Eddy Sykes seine intimen Gitarren-Klänge und einzigartige Stimme voll entfalten konnte.

Songs: “At the Hop” / “Quedate Luna” / “Superba”

Hypnotisierend schön

Oh Regina, du schaffst es immer wieder uns mit deiner hypnotisierenden Simme und deinen verblüffenden Videos zu überraschen. Die aktuelle Single “All the Row Boats” von Regina Spektors bald erscheinendem neuen Album “What We Saw From the Cheap Seats” ist dabei keine Ausnahme: eine fesselnde surrealistische Annäherung, welche die Grenzen zwischen Traum und Realität verwischt. Regie führte keine geringere als Adria Petty, welche auch für Beyonce’s Hit-Video “Countdown” verantwortlich zeichnete. Petty imitiert perfekt Regina’s Traumzustand and mischt ihre wunderschöne Stimme mit ziemlich ungewöhnlichen und teilweise gespenstischen Bildern.

Regina Spektor’s Album “What We Saw From The Cheap Seats” wird am 29. Mai veröffentlicht

Spass der Jugend

“We are young” singt im Moment ganz Amerika (und wahrscheinlich nach dem Schulabschluss von Millionen von Teenagern in den kommenden Monaten noch intensiver) – ein Song über die kleinen “guilty pleasures” des Lebens, über das schuldbewusste Vergnügen, bei welchem die junge New Yorker Band “Fun” von der grandiosen Funk-/Soul-Lady Jaelle Monaé unterstützt wird. Diese ist zur Zeit eh hoch im Kurs mit Präsident Obama als einer ihrer grossen Fans: an Ostern gab sie vor der begeisterten Präsidentenfamilie (und 35’000 Normalsterblichen Zuhörern) ein Konzert vor dem Weissen Haus. “HUGE THANK YOU 2 The First Family for having me & my family here,” tweetete eine stolze Janelle.

Do it yourself

Wie viel Spass einem Musik doch machen kann. Playground.is funktionniert ganz einfach. Man nehme eine Band und ein Publikum und gebe ihnen eine Aufgabe: Kreiert gemeinsam in der kommenden Stunde einen Song und nehmt ihn anschliessend auf. Die beiden kanadischen Folk-Pop-Musiker von The Human Statues haben die Herausforderung angenommmen: das Publikum bekam (nebst Gratis Bier..) ganz simple Gegenstände wie Mülleimer, Kochlöffel und alte Dosen in die Hand gedrückt und wurde dazu ermuntert, frei von der Leber weg mitzusingen. “It’s so simple” heisst dann auch der Song und wenn man sich das Video so anschaut, fällt es einem richtig schwer nicht auch mitzusingen. Bleibt eigentlich nur die Frage, wann Playground.is auch zu uns nach Europa kommt?

Charge at your dreams

…and never look back.” – das sind die inspirierenden Worte von Mary Anne Hobbs, lange Jahre erfolgreiche Moderatorin bei BBC 1 Radio und aktuell Xfm, DJ und eine der passioniertesten Musikjournalistinnen, die ich je erlebt habe. Anlässlich einer TEDx Veranstaltung in Manchester erzählte Hobbs vor ein paar Tagen von ihrer ganz grossen Leidenschaft für die Musik, wie sie als junges Mädchen ihren Weg aus dem verschlafenen Lancashire in die Musikmetropole London fand und wie ihre grossen Helden, John Peel und Steve Jobs sie auf ihrer persönlichen Reise inspirierten.

Cheyenne Marie Mize oder die Kunst aus wenig mehr zu machen

Eine schöne Entdeckung aus der amerikanischen Folk-Singer-Songwriter Szene: Cheyenne Marie Mize, geboren in Louisville / Kentucky. Ihr erstes Album “Before Lately” erschien 2010 mit einem musikalischen Charakter, welcher die New York Times als “tough, dreamy cloudy-sky country and chamber pop” beschrieb. Sicher ist: die Frau hat eine eigene, ausdrucksvolle Stimme, welche sie in der sehr reduzierten Instrumentation ihrer Songs wunderbar zur Geltung bringt. Gerade mit ihrer aktuellen Single “Wishing Well” bringt sie ihre Fähigkeit aus wenig mehr zu machen voll ein: ganz ohne Gitarre, Bass oder Schlagzeug wird ihr Gesang ausschliesslich durch von Händen, Kuhglocken, Füssen oder Cymbal erzeugten Rhythmusklängen begleitet und auch das Video besticht durch seine wirkungsvolle Schlichtheit.

Der Sound-Mixer

Designer Matthew Williamson zelebrierte vergangene Woche seine Herbst/Winter 2012-Kollektion während der London Fashion Week im altehrwürdigen Auditorium des Royal Opera House in Covent Garden. Für den musikalischen Mix des Showcases war einer der Lieblinge der Szene verantwortlich, der in London lebende gebürtige Franzose Jerry Bouthier.

Gemeinsam mit Williamson suchte er intensivst nach ganz speziellen Tracks, die sich genauso schön wie auch verwirrend, zweifelend und nicht von dieser Welt anhören sollten. “Es war in diesem Fall eine Frage von “weniger ist mehr”, denn manchmal macht es einfach mehr Sinn, nur eine Handvoll von perfekten Songs zu präsentieren, anstelle von vielen nicht ganz Passenden.”

Herausgekommen ist ein spannender Mix angefangen vom psychedelischen Klang des “When Saints Go Machine” Remixes von Planningtorock über ein mit Beats angereichertes zweites Klaviertrio von Franz Schubert bis zum Finale mit ein paar Takten aus dem Trentemoller Remix von M83’s “Midnight City”.

Playlist:
Planning To Rock – ‘Living It Out’ (When Saints Go Machine remix)
Franz Schubert – Klaviertrio Nr. 2 (hier in einer Version mit den Capuçons)
Connan Mockasin – ‘Forever Dolphin Love’ (Erol Alkan remix)
Psyche – ‘Goodbye Horses’ (hier in einer Live Version)
M83 – ‘Midnight City’ (Trentemoller remix)

Mehr heisse Mixes von Jerry Bouthier zu coolen Mode-Shows gibts bei Soundcloud

Mixtape für den Barkeeper

Die DKNG Studios haben ein hübsches Poster für die erste Episode “Mixology” der zweiten Staffel der amerikanischen Sitcom Portlandia kreiert.

In “Mixology” Fred helps Carrie chase a romantic mixologist (Andy Samberg) who forgets his roots when he moves from Portland to LA. As a thank you for mixing her the best cocktail of her life, Carrie decides to create the mixologist a mix tape. Our intention with this poster design was to capture the essence of Portlandia while telling a little bit about the episode itself.

Die Entstehungsgeschichte des Posters ist in einem Timelapse-Video mitzuverfolgen.

Wie schön die Zeiten doch waren, als wir uns noch regelmässig eine liebevoll gestaltete Kassettenhülle mit wunderbaren Songs aufnahmen und dem Liebsten zusteckten. Musik, die tausendmal besser auszudrücken vermochte, was wir in dieser poetischen Form nie hätten mit Worten sagen können. Die Website Cassette From My Ex bedient eine Mischung von Nostalgie und Neugier: Geschichten von Menschen, welche sich an ihr Mixtape für eine verflossene grosse Liebe erinnern, natürlich mit entsprechender Playlist zum selbst anhören. Eine wunderbare Sammlung von Herzschmerz und Musik, perfekt für lange dunkle Winternächte.

Etta James – Mutter des Rhythm’n’Blues

Die Straße, das Heroin, der Blues: Etta James kannte die düsteren Seiten des Lebens – verwandelte ihren Schmerz aber in strahlende Rhythm’n’Blues-Songs und Welthits wie “At Last” oder “I’d rather go blind”. Wie ihr Manager bekanntgab, verstarb die an Leukämie erkrankte James gestern an einer schweren Lungenentzündung in Riverside, Kalifornien. Sie wurde 73 Jahre alt.

Ein sehr schöner Artikel über Etta James in der NY Times, am besten zu lesen mit der Musik von “At Last”.

Evolution der Musikindustrie

Ende der 90er Jahre begann sich das Musikgeschäft tiefgreifend zu verändern: neue Technologien erlaubten es den Künstlern ihre eigene Musik, ihre eigenen Videos zu produzieren und dank dem Internet hatten alle eine wunderbare und auch noch kostenlose Distributions-Plattform, um sich gleich selbst weltweit zu promoten. Kein Wunder, dass sich die Anzahl von Musikern und Bands seither schlagartig erhöht hat und das Publikum oftmals von der schieren Masse an Neu-Veröffentlichungen junger hoffnungsvoller Künstler überfahren wird.

Umso wichtiger wurde in den letzten Jahren die Rolle von Musik-Webseiten und Musik-Blogs – ein Thema, welches in diesem interessanten Video von ein paar der wichtigsten Protagonisten der Szene, namentlich Ryan Dombal von Pitchfork, Blake Whitman von Vimeo und Anthony Volodkin von Hype Machine diskutiert wird.

Guten Morgen !

Von so viel Energie am frühen Morgen träume ich auch manchmal…

Eine junge Frau wacht in einem Traum von morgen auf. Sie fliegt schwerelos durch die Natur, in völliger Freiheit und ohne Grenzen. Bis zu dem Moment, wo sie in der Welt landet, in welcher die Schwerkraft regiert. Dort wo man verpflichtet ist, seine Füsse immer schön auf dem Boden zu halten. Dort, wo sich die Leute um einen herum alle gleichen.

“Gravity” – ein super Kurzfilm von Filip Piskorzynski, Musik “Tasty City” von Rone

Seid still und spielt die Hits

Am 21. April vergangenen Jahres endete einer der grössten Musik-Karrieren unserer Zeit: LCD Soundsystem boten ihren Fans zum Abschied im Madison Square Garden die grösste und ambitionierteste Show ihrer Karriere, eine fast vierstündige Performance der Superlative, welche Tausende von Menschen zutiefst berührte und in ein Wechselbad von Freude und Trauer stürzte.

Pulse Films hat LCD Frontman James Murphy und seine Kollegen rund um ihren letzten Auftritt begleitet, die daraus entstandene feinfühlige Dokumentation “Shut up and play the hits” ist für das Sundance Film Festival Ende Januar nominiert und wird von vielen Musikfans schon sehnsuchtsvoll auf den heimischen Kinoleinwänden erwartet.

Zehn Hände und eine Gitarre

Der Song “Somebody That I Used to Know” des belgisch-australischen Singer-Songwriters Gotye geisterte bereits vor einiger Zeit durch das Netz und stürmte die Hitparaden. Da war es nur eine Frage der Zeit, dass auch eine andere Band sich an dem Ohrwurm versuchen würde und siehe da, nun ist eine Coverversion der kanadischen Sängerin Sarah Blackwood gemeinsam mit den vier Mitgliedern der Band Walk Off the Earth erschienen und das dazugehörige Video ist defintiv sehenswerter als das Original, spielen die fünf doch gemeinsam an nur einer Gitarre.

Netztaucher # 1 – 2012

 

 

 

 

Der erste Tauchgang des neuen Jahres in die Tiefen des World Wide Web beschert uns einen Rückblick, einen Ausblick, eine Lernstunde, Quellen der Inspiration und die Entlarvung eines Mythos:

– Klassik-Kritiker und Buchautor Alex Ross schaut im New Yorker nochmals auf seine persönlichen Klassik-Highlights des vergangenen Jahres zurück

Lana del Rey, Azealia Banks und KraftklubDie zehn heissesten Popstars von 2012, prognostiziert von einer illustren Jury im Spiegel Online

Was macht eigentlich ein Dirigent? Dieser so simplen wie anspruchsvollen Frage ging New York Magazin-Kritiker Justin Davidson nach – und begab sich nach einer intensiven Lehrstunde mit Alan Gilbert und James Ross gleich selbst aufs Podium.

– Da beginnt es das neue Jahr und wir alle suchen nach Inspiration, um unsere guten Vorsätze in die Tat umzusetzen. Wie aber finden renommierte Künstler wie Martha Wainwright, Kate Royal oder Akram Khan ihre kreative Inspiration? Der Guardian verrät es uns.

– Hatten wir es doch geahnt: im Blindversuch zogen die meisten Künstler neuere Geigen-Modelle der Stradivari vor. Ein Testbericht in der Zeit Online

John Lennon und das Walross

1969 stürmt der mutige 14-jährige Beatles-Fan Jerry Levitan ausgerüstet mit einem Tonband-Aufnahmegerät in John Lennon’s Hotelzimmer in Toronto und überzeugt den Star ein Interview mit ihm zu machen. Er redet mit ihm über den Frieden, Musik, die USA, das Leben im Allgemeinen und die Bee Gees. 38 Jahre später teilt Levitan nun Lennon’s grenzenloser Geist und zeitlose Botschaften mit der Welt. Und wie er es tut, ist brilliant: gemeinsam mit dem Regisseur Josh Raskin und dem äusserst talentierten Zeichner James Braithwaite entsteht der animierte Kurzfilm I Met the Walrus, welcher 2009 als erster Film dank Hilfe des Internets einen Emmy Award abräumte. Ein kulturelles Vermächtnis nicht nur für Beatles-Liebhaber.

Levitan’s und Lennon’s ungewöhnliche Begegnung ist inzwischen auch als Buch erhältlich: I Met the Walrus: How One Day with John Lennon Changed My Life Forever — mit Jerry’s ganz persönlichen Erinnerungen an diesen Tag, Notizen von John und Yoko, den geheimen Zugangscode zu Lennon, Zeichnungen sowie dem Film und dem orignalen Audio-Interview.

Have Yourself A Merry Little X-mas !

Und diese Wünsche gleich in zwei wunderschönen musikalischen Versionen: einmal von Ella Fitzgerald und einmal von Katie Melua.

Und wer noch mehr Inspiration für tolle Musik unter dem Weihnachtsbaum sucht: “So This Is Christmas”, eine Zusammenstellung meiner Lieblings-Weihnachtssongs (und ganz bestimmt ohne das-zu-den-Ohren-heraushängende “Last Christmas” von Wham!, versprochen..).

Arcade Fire oder Tanz dir dein Video

Was für eine coole Idee. Die Kanadische Indie-Rockband Arcade Fire hat ihr Video zum Song “Sprawl II (Mountains Beyond Mountains)” aus ihrem Album The Suburbs gleich in zwei Versionen ins Netz gestellt: einmal ganz klassisch wie wir es oben sehen und ein zweites Mal unter diesem Link in einer interaktiven Version, bei welcher die Bewegungen und Geschwindigkeit des Videos vom tanzenden Zuschauer selbst über die Webcam gesteuert wird. Let’s move your hips!

Das Video wurde produziert von Vincent Morisset, die Choreografie stammt von Dana Gingras; gesehen bei Your Music Today und Laughing Squid.