Sie wäre heute 94 Jahre alt geworden, die legendäre Jazz-Sängerin Ella Fitzgerald. Fünf ganz wunderbare Wege die Grande Dame des Jazz zu zelebrieren hat Maria Popova in ihrem Blog Brainpickings zusammengetragen: “Celebrating Ella Fitzgerald“.
Oh Regina, du schaffst es immer wieder uns mit deiner hypnotisierenden Simme und deinen verblüffenden Videos zu überraschen. Die aktuelle Single “All the Row Boats” von Regina Spektors bald erscheinendem neuen Album “What We Saw From the Cheap Seats” ist dabei keine Ausnahme: eine fesselnde surrealistische Annäherung, welche die Grenzen zwischen Traum und Realität verwischt. Regie führte keine geringere als Adria Petty, welche auch für Beyonce’s Hit-Video “Countdown” verantwortlich zeichnete. Petty imitiert perfekt Regina’s Traumzustand and mischt ihre wunderschöne Stimme mit ziemlich ungewöhnlichen und teilweise gespenstischen Bildern.
Regina Spektor’s Album “What We Saw From The Cheap Seats” wird am 29. Mai veröffentlicht
Esperanza is back – die amerikanische Jazz-Musikerin veröffentlichte soeben ihre erste Single des kommenden Albums “Radio Music Society“. Verpackt kommt “Black Gold” in einem schön gemachten Video daher, welches uns ein Stück der Kraft und Musikalität der schwarz-afrikanischen Geschichte und Kultur mit auf den Weg gibt. Als Duett-Partner neben Esperanza Spalding glänzt die aus Atlanta stammende R&B-Sängerin Algebra Blessett.
Sydney Cash ist ein Künstler, welcher mit Spiegeln das Licht so faszinierend zu manipulieren vermag, als handle es sich um reale Gegenstände. In seinem Projekt mit dem französischen Jazzmusiker Romain Collin bringt er diese Lichtskulpturen nochmals auf ein anderes Level, indem er ein Zusammenspiel mit der Musik erzeugt. Das Resultat ist diese schöne Mischung von Live Jazzmusik und Lichtinstallation – wunderbar filmisch in Szene gesetzt von Regisseur Yaara Sumeruk.
A propos Weihnachtsbaum: eine der Anekdoten, welche immer wieder in der Jazz-Welt auftaucht, ist diejenige von Trompeter-Legende Louis Armstrong, der mit 40 Jahren seinen ersten Weihnachtsbaum erhielt. Seine Frau erinnert sich:
“We finally went to bed. And Louis was still laying up in the bed watching the tree, his eyes just like a baby’s eyes would watch something… So finally I said, “Well, I’ll turn the lights out now on the tree.” He said, “No, don’t turn them out. I have to just keep looking at it. You know, that’s the first tree I ever had.”
Well, I hadn’t realized that you know. Louis was 40 years old and it seems to me that in 40 years a person would have at least one tree. I was all swollen up inside when he told me that. We were to leave the next day for Kansas City. I figured Christmas is over; today’s the 26th nowl I’ll leave the tree. Louis said, “No, don’t leave the tree; take the tree with you.” And he had me take the tree on those one-nighters. Before I even unpacked a bag I had to set that tree up, his Christmas tree….
I kept that first little tree until way after New Year’s, putting it up every night and taking it down every morning, in a dozen hotels. And then when I did take it down for the last time, Louis wanted me to mail it home. It was a real tree, not an artificial one, and I had to convince him– I really had to convince him– that the tree would dry up.”
Es scheint, dass nicht nur wir Menschen sondern durchaus auch wiederkauende Vierbeiner dem musikalischen Hörgenuss nicht abgeneigt sind (die New Hot 5, eine amerikansiche Jazz Band spielte dieses kleine Outdoor-Konzert für eine Herde von Kühen in Autrans, Frankreich).
In diesem Zusammenhang kommen Erinnerungen an die gelungene Werbeaktion der Kollegen vom Konzerthaus Dortmund hoch: Milch von klassischer Musik hörender Kühe, verkauft als Konzertmilch Dortmund – eine wunderbar augenzwinkernde Idee, welche weltweit für Schlagzeilen sorgte.
Er ist definitiv das heisseste, was die Jazz-Bühnen dieser Welt im Moment zu bieten haben: Troy Andrews alias Trombone Shorty, 25-jähriger Posaunist (und Multi-Musiker) aus New Orleans (und auf musicbites schon mehrfach erwähnt). Johannes Wächter hat ihn für seinen Diskothek-Blog der Sueddeutschen interviewt, der Spiegel online widmet ihm ebenfalls eine Reportage.
Die Geschichte des Jazz ist in diesem liebevoll animierten, 2009 entstandenen Kurzfilm von Dominik Käser, Martin-Sebastian Senn, Mario Deuss, Niloy J. Mitra und Mark Pauly zu entdecken und zwar in Form der Schattenkunst, einer speziellen Art von skulpturaler Kreation, bei welcher Körper und Gegenstände so arrangiert werden, dass sich ihr Schatten in ein oftmals verblüffendes Wandgemälde verwandelt.
Der Film zeigt fünf bedeutende Bewegungen in der Evolution der Jazzmusik – die frühe Musik der Feldarbeiter, Ragtime, New Orleans Jazz, Swing und Bebop – jede in einem seperaten Raum aufgenommen, in welchem 3D Skulpturen in verschiedene Richtungen Schatten an die Wände werfen. Oder wie es die Künstler ausdrücken: “The reinterpretation of jazz and non-jazz music is crucial in jazz pieces – in the same way, a shadow object can be seen as a 3D interpretation of the desired 2D shadows.”
Übrigens: wer sich mehr von dieser spannenden Kunstform anschauen möchte, dem seien die Werke von Kumi Yamashita …
…sowie Tim Noble & Sue Webster ans Herz gelegt – alle Drei Meister ihres Fachs und in der Kunstwelt gefeierte Stars.
In nostalgischem Ambiente unter der Sonne Kubas präsentiert uns Imany ihre erste Single “You will never know”. Realisiert wurde der Clip von Andrew Dosunmu, welcher mit seinem Film “Restless City” in der offiziellen Auswahl des Sundance Festival 2011 figuriert.
Dass sie wunderschön ist, bestreitet wohl niemand – schliesslich arbeitete Imany sieben Jahre in New York als Model, bevor sie 2008 nach Paris zurückkam, um sich voll und ganz ihrer wahren Leidenschaft, der Musik, zu verschreiben. Ihre charismatische Aura verdankt die Sängerin aber nicht in erster Linie ihrem Aussehen, sondern ihrer tiefgründigen, tragenden, melancholisch angehauchten Stimme, die irgendwo zwischen Tracy Chapman und Marianne Faithful liegt.
Imany bedeutet in Swahili Hoffnung und Glaube. Tatsächlich ist Imany in Frankreich zur Zeit eine der ganz grossen Hoffnungsträgerinnen einer Nouvelle Vague der Soul-Musik. “Shape of a broken heart” heisst ihr Debutalbum und erreichte nach dem Erscheinen Anfang Mai innerhalb von fünf Tagen die Spitze der iTunes Charts.
Dass sie keine klassische Musikausbildung vorweisen kann, hat Imany keineswegs davon abgehalten, ihre Lieder selbst zu schreiben, aus ihren persönlichen Erfahrungen eine melodische Poesie zu kreieren. So verarbeitet sie in ihrem Song “I lost my keys” eine Situation, wo sie in ihrer Modelzeit in Mailand dem Tode sehr nahe stand, verloren, isoliert, keiner den sie hätte anrufen können, kein Ort wo sie hätte hingehen können. Heute ist dieses Lied für sie selbst wie auch für ihre Fans eine Metapher für die Momente im Leben, in denen wir uns verloren und hilflos fühlen.
Die Süddeutsche Zeitung schrieb über ihr Debut-Album “Voyage” (ACT, 2008), dass es “lange nichts mehr so Brilliantes, Interessantes und Virtuoses im Jazz-Gesang” gegeben habe. Die Koreanerin Youn Sun Nah verzaubert, entdeckt und experimentiert mit ihrer Stimme, dass es eine wahre Freude ist. Mit ihren Songs baut sie Brücken zwischen Asien und Europa, zwischen Jazz, Chanson und Pop, zwischen höchster technischer Präzision und extremer musikalischer Freiheit, zwischen Gewohntem und Ungewöhnlichem. Nun hat sie Continue reading →
Es gibt Konzerte, zu welchen man mit eher gemischten Gefühlen hingeht. Nicht wirklich widerwillig (sonst würde man es sich wohl gar nicht überlegen) sondern… na ja sagen wir mal, mit ein paar Zweifeln im Hinterkopf. Thomas Quasthoff’s neues “nicht-klassisches” Programm (mit dazugehörender CD “Tell It Like It Is” / Deutsche Gramophone) ist so ein Fall. Um das gleich Klarzustellen: Thomas Quasthoff ist ein wirklich ganz fantastischer Sänger und eine beeindruckende Persönlichkeit obendrein. Und Songs von Continue reading →