30
Aug 11

Maestro Muti

Riccardo Muti, gilt als einer der weltweit renommiertesten (und nach wie vor attraktivsten…) Dirigenten. Diesen Sommer feiert er seinen 70. Geburtstag und ist zur Zeit als Chefdirigent des Chicago Symphony Orchestra auf Europatournee, wo er am 30. und 31. August in der Philharmonie Luxembourg gastiert. (Foto ohne Illustration: Lelli Masotti)


30
Aug 11

Notation eines Tennisspiels

Arnold Schönberg, als Begründer der Zwölf-Ton-Musik einer der wichtigsten klassischen Komponisten des 20. Jahrhunderts, hatte neben der Musik viele Leidenschaften – so auch das Tennisspiel. Regelmässig traf er sich mit Kollegen (wie beispielsweise auch George Gershwin) zum Filzball-Rencontre.


Arnold Schöberg und Lucca Lehner beim Handshake mit Gertrud Schöberg und Felix Khuner (1937)

Schönberg setzte seine Begeisterung für den weissen Sport abseits des Feldes auch in ein neuartiges System um: die Tennis-Notation. Diese Methode ermöglicht es, ein Tennisspiel zu verschriftlichen – auch unter Berücksichtigung spezieller Vorkommnisse wie Fussfehler oder verschlagene Smashes.


Der Tagesanzeiger hat das Papier Schönbergs aus der Schublade geholt und den legendären Halbfinal-Ballwechsel zwischen Federer und Djokovic am US Open 2009 in die Notations-Schreibweise umgesetzt.

Da sage noch einer, Sport und Musik hätten nichts miteinander zu tun…

(Bilder: youtube/Arnold Schönberg Center und Musical Assumptions)


29
Aug 11

Back at work

Jeder der Montag morgens (und speziell nach den Sommerferien) nach Motivation ringend mit der Bahn Richtung Zürich Hauptbahnhof zu seiner Arbeit fährt, kommt an dieser von den Schweizer Künstlern Fischli & Weiss gestalteten Hausfassade vorbei. Ob’s hilft, weiss ich nicht, aber spätestens Punkt Nr. 10 zaubert jedes Mal ein Lächeln auf mein Gesicht.


28
Aug 11

Im Kaufrausch

Grosser Andrang schon heute Morgen früh bei der von exit07 organisierten Record Fair in Luxemburg. Die vollgepackten Taschen mit neu erworbenen CDs und Platten sind bewusst nicht fotografisch festgehalten…


27
Aug 11

500 Menschen in 100 Sekunden

Ich habe nicht mitgezählt, aber angeblich halten 500 Menschen mehr als 1’500 Fotos in die Kamera und kreieren dabei zur Musik des Maxmaber Orkestar ein wunderbar fliessendes Video in ihren Händen. Einer der Hits der Viral Video Charts dieser Woche. (Für nicht Schwindelfreie, bitte besser nicht im Vollbild-Modus anschauen)


26
Aug 11

Fans in Ekstase

Der Traum aller Klassik-Veranstalter (zumindest derjenigen, welche sich wie ich nach einem Ansturm von jüngerem Publikum sehnen….)

(gesehen bei der Loterie Nationale in Belgien)


25
Aug 11

Splash…

…and the summer goes on! Erfrischend, nostalgische Gefühle weckend, Wasserperlen auf der Haut spürend, mit einem fruchtig-eisigen Margarita in der Hand, für einen Sommer, der nie zu Ende geht… Fallopian Dudes vom kalifornischen Elektro-Akustik Meister David Bird (AKA Pepepiano), in sehnsuchtsvolle Bilder umgesetzt von Harris bei OutHere.


25
Aug 11

Musik in Worte gefasst

Musik und die damit verbundenen Gefühle des Künstlers in Worte fassen. Der amerikanische Filmemacher und Fotograf Andrew Zuckerman hat sich diese Vision für sein “Music” Projekt vorgenommen und über 50 Musiker jeglichen Alters und Genres über ihre Gedanken zu einer der universellsten und doch unerklärbarsten Kunstformen befragt. “Music” ist als Bildband mit tollen Porträts und den Interviews aller Beteiligten (die Liste ist lang und seeeehr prominent: Lenny Kravitz, Ziggy Marley, Herbie Hancock, Mark Knopfler, um nur einige zu nennen) erhältlich und gibt einem zudem die Möglichkeit sich mittels Zugangscode die gefilmten Gespräche in voller Länge im Web anzusehen. Wer mag kann sich “Music” auch als iPad App herunterladen.

Übrigens: ein überaus sehenswerter Vortrag von Zuckerman himself über Neugier, Strenge und lebenslanges Lernen gibts auf der wunderbar inspirierenden Website von 99%: It’s not about ideas, it’s about making ideas happen !


24
Aug 11

Musik zum Sehen

“Ich bin auf die Idee gekommen Musikvideos in Gebärdensprache zu übersetzen, da meine Eltern und fast meine ganze Familie gehörlos sind. Bei ‘Endboss’ von Marteria habe ich sofort gefühlt, dass es das perfekte Lied dafür ist und wollte es unbedingt in der Deutschen Gebärdesprache sehen. Ich hoffe insgeheim, dass dadurch Hörende nicht mehr so viel Distanz gegen diese Behinderung empfinden und diese beiden Kulturen enger zusammen kommen.”


20
Aug 11

Was es ist

Es ist Unsinn, 
sagt die Vernunft
Es ist was es ist, 
sagt die Liebe

Es ist Unglück, 
sagt die Berechnung
Es ist nichts als Schmerz, 
sagt die Angst
Es ist aussichtslos, 
sagt die Einsicht
Es ist was es ist, 
sagt die Liebe

Es ist lächerlich, 
sagt der Stolz
Es ist leichtsinnig, 
sagt die Vorsicht
Es ist unmöglich, 
sagt die Erfahrung
Es ist was es ist, 
sagt die Liebe

(Erich Fried)


14
Aug 11

Un peu triste

Ganz ehrlich, es gibt auf dieser Welt nicht viele Schauspielerinnen, die ich wirklich vermisse, wenn sie nicht regelmässig auf der Kino-Leinwand erscheinen (bei einigen wäre ich sogar äusserst dankbar dafür). Aber was Audrey Tautou im Interview mit Benjamin Secher dem Telegraph erzählte, stimmt mich schon ein wenig traurig: “I will quit acting very soon… I have several plan Bs: I want to become a sailor; I like to draw; I would love to learn many things, but I don’t have time. That is the problem, you know… You have to be very careful in this life.”

Umsomehr heisst es also einer ihrer vielleicht letzten Filme “De vrai mensonges / Kleine wahre Lügen” (von Pierre Salvadori) zu geniessen, der momentan in den Kinos läuft und in Frankreich schon über 5 Millionen Menschen begeisterte. Und mich ansonsten immer wieder von Neuem in der wunderbaren Welt der Amélie zu verlieren (Musik: La Valse d’Amélie von Yann Tiersen).


13
Aug 11

Wüstenrock

Mit ihrem sechsten Album Tassili (erscheint Ende Monat) sind die Tuareg-Bluesrocker Tinariwen zurück zu ihren Wurzeln gegangen: die Aufnahmesessions in Zelten in der Wüste und der Verzicht auf elektrische Gitarre und Verstärker, verleiht ihren Songs einen Hauch von Lagerfeuer-Atmosphäre unter freiem Himmel.

Tinariwen fanden sich vor 30 Jahren in lybischen und algerischen Flüchtlingslagern zusammen, nachdem sie vor einer schweren Dürreaktastrophe geflüchtet waren. Sie hörten rebellische marokkanische Chaabi-Musik, algerischen Rai-Pop, aber auch westliche Musik von Led Zeppelin bis Santana, die auf Kassetten kursierten.

Auch die neu gegründete Band vertrieb ihre Musik fast zwanzig Jahre lang lokal über Kassetten, während die Mitglieder nach wie vor mit der Waffe in der Hand für die Freiheit und Unabhängigkeit ihres Volkes kämpften. Nach dem 1990 erreichten Waffenstillstand, konzentrierten sie sich mehr auf ihre Musik, veröffentlichten ihre erste CD und begannen in den USA und Europa zu touren.

Zum ersten Mal überhaupt sind für das neue Album mit Tunde Adebimpe und Kyp Malone von TV On The Radio westliche Gäste zu den Aufnahmen mit den Wüstenrockern in Südalgerien eingeladen worden.


12
Aug 11

Sommersong

“Little Numbers” – ein wunderbar leichter Song passend zum Sommer (auf den wir vergeblich gewartet haben) vom talentierten Zürcherisch-Hamburgischen Duo Boy (Valeska Steiner & Sonja Glass).
Das Video wurde von Meeto Worre Gronborg Grevsen produziert, ein Blick auf seine bisherige Arbeit (zB Lay With Me von Reverend Shine Snake Oil Co.) lohnt sich durchaus.