HandsFree

The National Youth Orchestra of Great Britain perform Anna Meredith‘s HandsFree at the BBC Proms 2012 at Royal Albert Hall, London. The classical polymath Meredith, travelling between classical and electronic music, is for sure among the leading young composers of our time. The piece requires its performers to down their instruments, instead using choreography to embellish a bodily percussion routine: claps and clicks, nods and flails.

Grieg in der Metro

Zur Arbeit fahren kann ja so schön sein… Im April überraschte das dänische Sjællands Symfoniorkester die Passagiere in der Kopenhagener Metro mit der berühmten Peer Gynt Suite von Edvard Grieg. Der Flash Mob wurde gemeinsam mit dem Radio Klassisk produziert, die ganze Musik wurde live gespielt und direkt in der Metro aufgenommen (was definitiv nur geht, wenn man so eine moderne und leise Metro wie diejenige der Dänischen Hauptstadt hat..).

Happiness

“When I was 5 years old, my mother always told me that happiness was the key to life. When I went to school, they asked me what I wanted to be when I grew up. I wrote down ‘happy’. They told me I didn’t understand the assignment, and I told them they didn’t understand life.”

John Lennon

Welchen Einfluss Klang auf uns hat

Die Online-Musikplattform SoundCloud erkundet in diesem Video, welche Auswirkungen Klänge auf uns haben – physisch, psychisch, kognitiv und verhaltensmässig. Interessante Statements! Ein ähnliches ebenfalls empfehlenswertes Video mit O-Tönen verschiedenster Experten und Musikliebhaber hat SoundCloud bereits vor sechs Monaten ins Netz gestellt: “Sound” .

Hypnotisierend schön

Oh Regina, du schaffst es immer wieder uns mit deiner hypnotisierenden Simme und deinen verblüffenden Videos zu überraschen. Die aktuelle Single “All the Row Boats” von Regina Spektors bald erscheinendem neuen Album “What We Saw From the Cheap Seats” ist dabei keine Ausnahme: eine fesselnde surrealistische Annäherung, welche die Grenzen zwischen Traum und Realität verwischt. Regie führte keine geringere als Adria Petty, welche auch für Beyonce’s Hit-Video “Countdown” verantwortlich zeichnete. Petty imitiert perfekt Regina’s Traumzustand and mischt ihre wunderschöne Stimme mit ziemlich ungewöhnlichen und teilweise gespenstischen Bildern.

Regina Spektor’s Album “What We Saw From The Cheap Seats” wird am 29. Mai veröffentlicht

Der Mythos Dirigent


A propos Alan Gilbert: in diesem höchst interessanten Video der New York Times entschlüsselt der Dirigent der NY Philharmonics (mit Hilfe einiger sehr cooler Animationen) die hohe Kunst des Dirigierens. Gilbert kann zwar auch nicht ganz konkret erklären, warum das Dirigieren denn funktionniert, aber er ist sich dennoch sicher, dass es “eine Verbindung gibt zwischen den Gesten, der physischen Präsenz und der Aura, die ein Dirigent ausstrahlt und dem, was die Orchestermusiker produzieren.”

Alan Gilbert und der Vodka

Ich hätte ja eher Valery Gergiev in einer Werbung für Hochprozentiges vermutet, aber Alan Gilbert - vor New York als Chefdirigent in Stockholm beschäftigt – scheint den schwedischen Landsleuten noch ein kleines Abschiedsgeschenk in Form eines Werbespots für Absolut Vodka hinterlassen zu haben. Na dann, skål!

Absolut Vodka Spot mit Alan Gilbert

Do it yourself

Wie viel Spass einem Musik doch machen kann. Playground.is funktionniert ganz einfach. Man nehme eine Band und ein Publikum und gebe ihnen eine Aufgabe: Kreiert gemeinsam in der kommenden Stunde einen Song und nehmt ihn anschliessend auf. Die beiden kanadischen Folk-Pop-Musiker von The Human Statues haben die Herausforderung angenommmen: das Publikum bekam (nebst Gratis Bier..) ganz simple Gegenstände wie Mülleimer, Kochlöffel und alte Dosen in die Hand gedrückt und wurde dazu ermuntert, frei von der Leber weg mitzusingen. “It’s so simple” heisst dann auch der Song und wenn man sich das Video so anschaut, fällt es einem richtig schwer nicht auch mitzusingen. Bleibt eigentlich nur die Frage, wann Playground.is auch zu uns nach Europa kommt?

Ballett in Slow Motion

Es ist doch nichts ästhetischer anzuschauen, als zwei perfekt trainierte und miteinander harmonierende Körper von Tänzern: Simon Iannelli & Johannes Berger haben hier ganze Arbeit geleistet und die beiden Profis Marina Kanno und Giacomo Bevilaqua vom Staatsballett Berlin in Slow Motion mit 1000 Bildern pro Sekunde abgelichtet. Darüber noch Musik von Radiohead gelegt (Everything In Its Right Place in einem Gigamesh DiscoTech Remix) – fertig ist das kleine virale Marketing Kunstwerk.

(gesehen bei Devour)

Bernstein und Gould

Ach, ich würde mir wünschen, dass es auch heutzutage noch genügend Dirigenten gäbe, die so offen und intelligent und humorvoll mit ihrer Materie umgehen, wie der gute alte Lenny Bernstein. Hier ein kleines Zeitdokument, welches auf wunderbare Weise zeigt, was für eine kluge Persönlichkeit er doch war: wie er in einer kurzen Ansprache vor einem Konzert der New York Philharmoniker dem Publikum seine Sicht und Zusammenarbeit mit dem ebenso genialen wie eigenwilligen Glenn Gould als Solisten des Abends näher bringt, ist einmalig.

Der Kontrabass

“(Er steht auf, stolpert im Weggehen über den Kontrabaß und brüllt.) … Ja Kruzifix paß doch auf! Immer im Weg um, der Depp! – Können Sie mir sagen, wieso ein Mann von Mitte Dreißig, nämlich ich, mit einem Instrument zusammenlebt, das ihn permanent nur behindert?! Menschlich, gesellschaftlich, verkehrstechnisch, sexuell und musikalisch NUR behindert?! Ihm ein Kainsmal aufdrückt?! Können Sie mir das erklären? – Entschuldigen Sie, daß ich schrei. Aber ich kann schreien hier, soviel ich will. Es hört keiner, wegen der Akustikplatten. Kein Mensch hört mich… Aber ich erschlag ihn noch, eines Tages erschlage ich ihn… (Er geht davon, um sich ein neues Bier zu holen.)”

Zitat aus “Der Kontrabass” von Patrick Süskind, Diogenes, Zürich 1981

Charge at your dreams

…and never look back.” – das sind die inspirierenden Worte von Mary Anne Hobbs, lange Jahre erfolgreiche Moderatorin bei BBC 1 Radio und aktuell Xfm, DJ und eine der passioniertesten Musikjournalistinnen, die ich je erlebt habe. Anlässlich einer TEDx Veranstaltung in Manchester erzählte Hobbs vor ein paar Tagen von ihrer ganz grossen Leidenschaft für die Musik, wie sie als junges Mädchen ihren Weg aus dem verschlafenen Lancashire in die Musikmetropole London fand und wie ihre grossen Helden, John Peel und Steve Jobs sie auf ihrer persönlichen Reise inspirierten.

Der Geigenbauer

“The Violin Maker” – eine wunderbare Kurz-Dokumentation über die grosse Kunst des Geigenbauens. Filmemacher und Fotograf Dustin Cohen heftet sich in diesem einfühlsamen Porträt an die Fersen von Sam Zygmuntowicz, einer der “Stars” seiner Zunft, welcher unter anderem Geigen für den grossen Isaac Stern oder das Emerson String Quartet anfertigte und welcher regelmässig Höchstpreise an den Auktionen für seine schönen Instrumente erzielt.

Der Sound-Mixer

Designer Matthew Williamson zelebrierte vergangene Woche seine Herbst/Winter 2012-Kollektion während der London Fashion Week im altehrwürdigen Auditorium des Royal Opera House in Covent Garden. Für den musikalischen Mix des Showcases war einer der Lieblinge der Szene verantwortlich, der in London lebende gebürtige Franzose Jerry Bouthier.

Gemeinsam mit Williamson suchte er intensivst nach ganz speziellen Tracks, die sich genauso schön wie auch verwirrend, zweifelend und nicht von dieser Welt anhören sollten. “Es war in diesem Fall eine Frage von “weniger ist mehr”, denn manchmal macht es einfach mehr Sinn, nur eine Handvoll von perfekten Songs zu präsentieren, anstelle von vielen nicht ganz Passenden.”

Herausgekommen ist ein spannender Mix angefangen vom psychedelischen Klang des “When Saints Go Machine” Remixes von Planningtorock über ein mit Beats angereichertes zweites Klaviertrio von Franz Schubert bis zum Finale mit ein paar Takten aus dem Trentemoller Remix von M83’s “Midnight City”.

Playlist:
Planning To Rock – ‘Living It Out’ (When Saints Go Machine remix)
Franz Schubert – Klaviertrio Nr. 2 (hier in einer Version mit den Capuçons)
Connan Mockasin – ‘Forever Dolphin Love’ (Erol Alkan remix)
Psyche – ‘Goodbye Horses’ (hier in einer Live Version)
M83 – ‘Midnight City’ (Trentemoller remix)

Mehr heisse Mixes von Jerry Bouthier zu coolen Mode-Shows gibts bei Soundcloud

Mon Violon


Mon Violin, Willy Ronis, 1936

Eigentlich wollte der vielfach preisgekrönte Franzose Willy Ronis (1910-2009) als junger Mann Komponist werden, musste aber nach seinem Militärdienst im Jahre 1932 zur Unterstützung seines krebskranken Vaters in dessen Fotostudio am Boulevard Voltaire in Paris aushelfen. Ronis begann seine fotografische Karriere mit Sozialreportagen und veröffentlichte sein erstes Bild 1936. Heute erinnert man sich insbesondere an seine Fotografien des Nach-Kriegs-Lebens in Paris und der Provence und er gehört, gemeinsam mit seinen beiden berühmten Kollegen Henri Cartier-Bresson und Robert Doisneau, zur französische Schule des fotografischen Humanismus.

Von Cowboys und Pferden

Eleanor Stewart kreierte in ihrem letzten Jahr des Studiums an der Visual Communication School of Art in Glasgow ein tolles animiertes Video zu “Hoe-Down” aus der Rodeo Suite von Aaron Copland. Inspiriert durch Cowboy und Western-Filme erweckt sie die verschiedenen Charaktere aus der Partitur zum Leben.

“Hoe-Down” ist der fünfte und letzte Satz des amerikanischen Ballets “Rodeo” nach der Musik von Aaron Copland und der Choreographie von Agnes de Mille, welches 1942 uraufgeführt wurde. Copland gilt als einer der wichtigsten Vertreter der amerikanischen Moderne, seine Liebe gehörte dabei vor allem der Bühnenmusik. Nach expressionistisch-experimentalen Frühwerken (über sein Orgelkonzert wurde einmal gesagt: „Wer solch eine Musik schreibt, wird wohl später einen Mord begehen“) wandte er sich einem tonaleren, rhythmisch geprägten Stil zu, der unter anderem Volkslieder, Märsche und Tänze einschloss. Er war auch stets offen für zeitgenössischen Musik-Strömungen und liess Harmonien und Rhythmik des Jazz in seine Werke einfließen.

Night at the Opera

Für ihre Foto-Serie “Opera” hat die lettische Fotografin Iveta Vaivode ihre Kamera ins Publikum der Litauischen Nationaloper gehalten. Bei einer Belichtungszeit von 45 Minuten fangen die Bilder auf wunderbare Art und Weise den Prozess des gebannten Zuhörens und Beobachtens ein und machen den Zuschauenden zum eigentlichen Objekt.

“While observing the audience during the performances, I become more and more convinced of the hidden mystery in this process, in art’s ability to overwhelm and evoke compassion. The more emotional the performance, the stiller a spectator sits while watching it.”